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Nutri-Score: Ernährungsministerium will erweitertes Nährwertkennzeichen für Deutschland einführen

Das Thema Nahrungsmittelkennzeichnung ist bereits seit vielen Jahren umstritten. Nun soll der sogenannte Nutri-Score Einzug in die deutsche Lebensmittelindustrie erhalten. Es ist das Ergebnis aus einer Befragung eines Meinungsforschungsinstituts, die von Juli bis September rund 1600 Personen befragten. Rund 57 Prozent der Teilnehmer sprachen sich am Ende für den Nutri-Score aus. Zur Auswahl standen drei weitere Modelle, doch der Nutri-Score überzeugte in den Punkten: Verständlichkeit, Vergleichbarkeit der Produkte, eindeutige Farbkennzeichnung und Verwendung von Symbolen sowie grafisch leicht umzusetzen.

Die Einführung soll zu mehr Transparenz im Supermarkt führen. Doch einige Konzerne sehen den Nutri-Score kritisch, da die fünfstufige Skala zu stark vereinfacht sei. Neben dem reinen Kaloriengehalt fließen negative Einflüsse wie Zucker, Fett oder Salzgehalt sowie positive Einflüsse wie Ballaststoffe und Eiweißgehalt mit in die Bewertung ein. Ein von Ernährungswissenschaftlern entwickeltes System vergibt daraus resultierend eine Endnote die dann der jeweiligen Kategorie A (grün, gesund) bis E (rot, ungesund) zugeordnet wird.

Der Nutri-Score wäre eine Chance für ein einheitliches Nährwertkennzeichnungssystem in ganz Europa, was nicht nur den Konsumenten, sondern auch den Unternehmen zugutekommen soll.

Informationen zum Thema: Nutri-Score App finden Sie hier.