Newsletter vom 24.04.2020

Schadensquote durch Corona-Schließungen

Die Online-Befragung des DSSV von dieser Woche zur Schätzung von Umsatzverlusten bei den Studios hat folgende Ergebnisse gebracht:

Der Umsatzverlust im gesamten Jahr 2020 wird geschätzt auf durchschnittlich ca. 34 %.

Der Umsatzverlust im gesamten Jahr 2021 wird geschätzt auf durchschnittlich ca. 22 %.

In Anbetracht einer häufig nicht hohen Umsatzrendite der Studios sind diese Werte als relativ hoch anzusehen. Auch das ist wichtig:

Mit einer kompletten Umsatzstabilisierung rechnen die Teilnehmer nicht vor Juni 2022.

Wir teilen Ihnen diese Ergebnisse mit, um Sie in den Verhandlungen mit Vermietern, Leasingfirmen, Banken und anderen Stellen zu unterstützen und um aufzuzeigen, wie ernst die Lage für die Branche durchschnittlich gesehen wird und wann frühestens mit einer kompletten Erholung zu rechnen ist.

Selbstverständlich können Ihre Studio-Werte hiervon abweichen und Ihre Verluste höher sein. Dies ist sehr stark davon abhängig, welche Angebote mehrheitlich Ihre Umsatzbringer sind und möglicherweise im Jahr 2020 gar nicht genutzt und damit auch nicht bezahlt werden.

Fazit: Insgesamt betrachtet der DSSV die Umfrage-Werte als erste Tendenz, die in der Realität aber deutlich drastischer ausfallen könnten!

 

 

Liquiditätshilfe für Handel, Kultur und kleine Unternehmen (Nr.8)

Vom Bundesministerium für Finanzen wurde eine weitere Liquiditätshilfe beschlossen, um die Zahlungsfähigkeit der Unternehmen zu stärken. Unternehmen, die coronabedingt in diesem Jahr mit einem Verlust rechnen, erhalten eine Liquiditätshilfe. Zu bereits getätigten Herabsetzungen von Vorauszahlungen für das 1. Quartal 2020 kann nun per pauschalisierter Verlustrücktragsmethode (§10…) der ermittelte Jahres-Gewinn aus 2019 herabgesetzt werden. Die Pauschalisierung soll den Prozess für die betroffenen Unternehmen vereinfachen, gerade jetzt, wo sich der durch Corona bedingte Verlust teilweise nur schwer bestimmen lässt. Sollte das Unternehmen wider Erwarten doch Gewinn im Jahr 2020 machen, so muss die ausgezahlte Finanzspritze wieder zurückerstattet werden. Solange das Unternehmen Verluste macht, muss das Geld nicht zurückgezahlt werden.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

 

Hinweis: Die konkreten Details werden in einem BMF-Schreiben geregelt, das in Kürze veröffentlicht wird. Besprechen Sie bitte mit Ihrem Steuerberater, ob Sie die Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Hilfe erfüllen.

 

 

Update zum Thema Sondergenehmigung für Personal Training

Dem DSSV liegen Informationen vor, dass einzelne Länder die teilweise genehmigten Sonderreglungen wieder zurückgenommen haben. Deswegen muss dieses Thema sehr kritisch betrachtet werden! Unsere Bemühungen für zeitnahe und allgemeine Wiedereröffnungen der Studios laufen selbstverständlich weiterhin und mit großem Nachdruck.