Stand: 22.10.2020 | 09:00 Uhr

Ersatzverkündung (§ 60 Abs. 3 Satz 1 LVwG) der Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2

Verkündet am 22. Oktober 2020, in Kraft ab 24. Oktober 2020

§ 11 Sport

(1) Für die Ausübung von Sport innerhalb und außerhalb von Sportanlagen gelten abweichend von §§ 3 und 5 folgende Voraussetzungen:

  1. das Abstandsgebot aus § 2 Absatz 1 ist einzuhalten;
  2. das Kontaktverbot nach § 2 Absatz 4 gilt nicht;
  3. bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten sind entsprechende Hygienemaßnahmen einzuhalten;
  4. soweit Zuschauerinnen und Zuschauer Zutritt haben, gelten für sie die Anforderungen der §§ 3 und 5;
  5. die Vorschriften aus § 3 Absatz 4 sind anzuwenden;
  6. vom Deutschen Olympischen Sportbund oder von einzelnen Sportfachverbänden entwickelte Empfehlungen werden vor Aufnahme des Sportbetriebs umgesetzt und vor Ort mit dem Hinweis auf deren Verbindlichkeit ausgehängt.

(2) Sofern der Sport in geschlossenen Räumen ausgeübt wird, hat die Betreiberin oder der Betreiber oder die Veranstalterin oder der Veranstalter nach Maßgabe von § 4 Absatz 1 ein Hygienekonzept zu erstellen, das auch das besondere Infektionsrisiko der ausgeübten Sportart berücksichtigt. Sie oder er hat nach Maßgabe von § 4 Absatz 2 die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher zu erheben.

(3) Für den Betrieb von Schwimm- Frei- und Spaßbädern hat die Betreiberin oder der Betreiber nach Maßgabe von § 4 Absatz 1 ein Hygienekonzept zu erstellen. Sofern es das Hygienekonzept ermöglicht, dass mehr als 250 Gäste gleichzeitig im Bad anwesend sein können, hat der Betreiber das Hygienekonzept vor Betriebsaufnahme der zuständigen Behörde anzuzeigen.

(4) Die zuständige Behörde kann für die Nutzung von Sportanlagen und Schwimmbädern durch Berufssportlerinnen und Berufssportler, Kaderathletinnen und Kaderathleten, Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer sowie deren Trainerinnen und Trainer und für Prüfungen und Praxisveranstaltungen im Rahmen des Studiums an Hochschulen Ausnahmen von den Anforderungen aus den Absätzen 1 bis 3 und 5 unter der Voraussetzung zulassen, dass nach Maßgabe von § 4 Absatz 1 ein Hygienekonzept erstellt und der Ausschluss des Zugangs für weitere Personen sichergestellt wird. Das für Sport zuständige Ministerium ist über die Ausnahmegenehmigung zu unterrichten.

(5) Beim vorbereitenden Training auf Wettkämpfe und Sportprüfungen sowie bei Wettkämpfen und Sportprüfungen gilt das Abstandsgebot aus § 2 Absatz 1 nicht. Wenn mehr als 10 Personen teilnehmen, hat die Veranstalterin oder der Veranstalter nach Maßgabe von § 4 Absatz 1 ein Hygienekonzept zu erstellen, das auch das besondere Infektionsrisiko der ausgeübten Sportart berücksichtigt. Die Veranstalterin oder der Veranstalter hat nach Maßgabe von § 4 Absatz 2 die Kontaktdaten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu erheben. Sie oder er hat die Konzepte und Empfehlungen der jeweiligen Sportfach- und -dachverbände umzusetzen.

 

§3 Abs. 4: 

(4) Bei der Bereitstellung von Toiletten ist zu gewährleisten, dass enge Begegnungen vermieden werden und leicht erreichbare Möglichkeiten zur Durchführung der Händehygiene vorhanden sind. Für andere sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen und Sammelumkleiden ist ein Hygienekonzept nach Maßgabe von § 4 Absatz 1 zu erstellen. Die gleichzeitige Nutzung von Saunen, Whirlpools oder vergleichbaren Einrichtungen ist nur einzeln oder durch die Mitglieder eines gemeinsamen Haushalts zulässig.

 

Häufig gestellte Fragen

Kontaktfreie Sportarten

Für kontaktfreie Sportarten, die ohne direkten Körperkontakt zu Sportpartnern / Mannschaft ausgeübt werden wie zum Beispiel Yoga, Rückenkurse, Golf oder Leichtathletik, gilt:

  • Die Gruppengröße ist nicht begrenzt, da das Kontaktverbot nach § 2 Absatz 4 der Corona-Bekämpfungs-VO (maximal 10 Personen) nicht gilt.
  • Das Abstandsgebot (also Mindestabstand von 1,5 m) ist aber zwingend einzuhalten, das heißt, es kommt für die zulässige Gruppengröße auf die Größe des Raumes oder der Außenfläche an, wo der Sport ausgeübt wird. Ist Platz genug, um 1,5 m zwischen allen Beteiligten auch während des Sporttreibens einzuhalten, kann auch in voller Mannschafts-/Gruppenstärke trainiert werden.
  • Bei gemeinsam genutzten Sportgeräten sind Hygienemaßnahmen einzuhalten.
  • Wird in geschlossenen Räumen trainiert, ist vom Betreiber oder von der Betreiberin oder vom Veranstalter oder von der Veranstalterin ein Hygienekonzept zu erstellen und umzusetzen, das auch die Besonderheiten der jeweiligen Sportart berücksichtigt, um das konkrete Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Es gelten ansonsten die allgemeinen Anforderungen an das Hygienekonzept (siehe § 4 Absatz 1 der Corona-Bekämpfungs-VO). Darüber hinaus sind die Kontaktdaten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei jedem Zusammentreffen zu sammeln und jeweils vier Wochen aufzubewahren.

Mehr dazu hier.

Information zur Nutzung des Saunabereiches

Seit dem 8. Juni können - bei Vorlage eines Hygienekonzepts - „Saunen, Whirlpools oder vergleichbare Einrichtungen wie Dampfbäder" wieder öffnen. Es heißt unter:

§ 3 Abs. 4 […] „Die gleichzeitige Nutzung von Dampfbädern ist nur einzeln oder durch die Mitglieder eines gemeinsamen Haushalts zulässig.“

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Quelle: Deutscher Sauna-Bund