Andere Qualitätssiegel: Von DIN-ISO 9001 bis selbst gestrickte Qualitätssiegel

Fakt ist: Nur eine demokratisch legitimierte Norm ist eine echte Norm! Die DIN-Norm 33961 ist die einzige demokratisch legitimierte Norm bei der die Einhaltung der festgelegten und definierten Dienstleistungsmerkmale dem Studio eine offizielle und anerkannte Qualitätsbestätigung bescheinigt. Nur bei einer echten Norm können sich Externe darauf verlassen, dass sie sich auf diese Qualitätsdefinitionen, die in der Norm neutral festgelegt wurden, auch verlassen können. Trotz der einzigartigen und demokratisch legitimierten echten Fitness-Norm DIN 33961 werden von einzelnen Interessengruppen innerhalb der Branche Zertifizierungen nach anderen Normen bis hin zu „selbst gestrickten“ Qualitätssiegeln angeboten. Die Frage ist: welchen Nutzen bietet dies der Branche?

 

Was unterscheidet eine Zertifizierung nach DIN 33961 von einer Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001?

Die DIN EN ISO 9001 wurde einst speziell für die Zulieferer der Autohersteller geschaffen. Sie ist eine Systemnorm, die keinerlei Anforderungen zu Merkmalen eines Produktes oder einer Dienstleistung enthält und ist deshalb über alle Branchen einsetzbar. Sie hat keinen Bezug zur Fitnessbranche. Diese DIN garantiert lediglich, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung immer gleich produziert wird! Die Qualität liegt darin, dass das Produkt bei so standardisierten Prozessen verlässlich immer gleich ist. Überspitzt formuliert könnte man sagen: Wenn das Produkt (oder auch die Dienstleistung) schlecht de?niert ist, so wird dieses Produkt oder diese Dienstleistung standardisiert auch immer wieder gleich fehlerhaft produziert. Als Beispiel aus der Automobilindustrie: Wenn ein Autohersteller beispielsweise Zündbolzen für Airbags bestellt, dann beschreibt er die Merkmale dieses Produktes haargenau in einer Konstruktionszeichnung. Es braucht dann also keine zusätzliche Beschreibung des Produktes mehr. Die DIN EN ISO stellt dann sicher, dass die Produktion der Zündbolzen immer genau gleich abläuft, d. h. standardisiert. Ist jedoch die Konstruktionszeichnung der Zündbolzen fehlerhaft, dann sorgt die DIN EN ISO 9001 zuverlässig dafür, dass die Zündbolzen standardisiert gleich fehlerhaft produziert werden.

Auf unsere Branche übertragen bedeutet dies: Die Qualität definiert jeder Betreiber selbst! Daraus resultiert: Wenn diese Qualitätsmerkmale für ein Studio „schlecht“ definiert wurden, so garantiert die DIN EN ISO 9001 lediglich, dass diese schlechten Merkmale immer gleich und somit standardisiert überprüft werden. Es sagt jedoch nichts über die Qualität des Studios im Hinblick auf die Dienstleistung „Fitness“ an sich aus!

Nur mit der Norm DIN 33961 ist der spezielle Prozess bzw. die spezielle Dienstleistung "Fitness-Studio" betrachtet. Die Qualitätsmerkmale wurden von allen beteiligten Kreisen definiert, in einem demokratisch legitimierten Konsens verabschiedet und von einer übergeordneten Instanz, die selbst in der Fitnessbranche keine wirtschaftlichen Interessen hat, eben dem Deutschen Institut für Normung, verabschiedet. Das Deutsche Institut für Normung sorgt dafür, dass alle Anforderungen an eine Norm erfüllt werden. Somit ist die DIN-Norm 33961 die einzige demokratisch legitimierte „echte“ Fitnessnorm!

Weitere Informationen zur Entwicklung der DIN-Norm 33961 finden Sie hier.

 

Was unterscheidet eine Zertifizierung nach DIN 33961 von anderen Qualitätssiegeln?

Nur eine demokratisch legitimierte Norm ist eine echte Norm! Grundsätzlich kann von jedem Studiobesitzer, jedem Verband, jeder Interessengruppe oder jedem Prüfhaus selbst festgelegt und definiert werden, was sie unter Qualitätsmerkmalen für Fitness-Studios verstehen. Diese selbst definierte Qualität kann dann natürlich auch mit einem wiederum selbst kreierten Siegel bestätigt werden. Die Frage ist nur: welchen Nutzen und welche Glaubwürdigkeit bringt dies der Branche?

Verschiedene, selbst bestimmte Definitionen der „Dienstleistung Fitness“ sowie selbst kreierte Qualitätssiegel einzelner Personen oder Gruppen schaden dem Ansehen der Branche, sowohl bei den Kunden, bei Kooperationspartnern, bei den Krankenkassen bis hin zur Politik. Denn diese selbst definierte Dienstleistungsmerkmale wurden nicht in einem demokratischen Prozess mit allen beteiligten Kreisen im Konsens verabschiedet, so wie die DIN-Norm 33961. Somit sind diese selbst definierten Merkmale jederzeit änderbar, ohne dass alle beteiligten Kreise involviert werden müssten. Dadurch wäre keine Verlässlichkeit gegeben und einzelne Interessengruppen könnten hier starken Einfluss nehmen.

Bei der DIN 33961 wurden die Dienstleistungsmerkmale in einem demokratisch legitimierten Konsens verabschiedet und von einer übergeordneten Instanz, die selbst in der Fitnessbranche keine wirtschaftlichen Interessen hat, eben dem Deutschen Institut für Normung, verabschiedet. Bei der Entwicklung der DIN 33961 waren alle interessierten Kreise eingeladen und konnten aktiv mitwirken. Somit ist die DIN 33961 eine echte, offizielle, einheitliche und unabhängige Norm für die Fitnessbranche im Gegensatz zu einer Definition von Dienstleistungsmerkmalen einzelner Interessengruppen.

Zu beachten ist hierbei auch: Wer sind die Prüfer dieser selbst gestrickten Qualitätssiegel? Und wer prüft die Prüfer? Ist die Qualität, Neutralität und Unabhängigkeit dieser Prüfhäuser von der Deutschen Akkreditierungsstelle DAkkS durch eine Akkreditierung neutral bestätigt und wird laufend überwacht?

Weitere Informationen zur DAkkS und der Wichtigkeit eines durch die DAkkS akkreditierten Prüfhauses finden Sie hier.

Weitere Informationen zur Entstehung der DIN-Norm 33961 finden Sie hier.